Der Winter 2025/26 bot einige dieser besonderen Morgen, an denen sich ein frühes Aufstehen mehr als lohnt. An einem dieser Tage machte ich mich noch vor Tagesanbruch auf den Weg auf den Raten, mit dem Ziel, das Nebelmeer über dem Flachland und die ersten Farben des Sonnenaufgangs fotografisch festzuhalten.
Vorbereitung und Ausrüstung
Für diese Fototour hatte ich meine OM-1 von OM System dabei – eine Kamera, die sich besonders für Natur- und Landschaftsfotografie eignet. Um möglichst flexibel auf unterschiedliche Situationen reagieren zu können, nahm ich zwei Objektive mit:
- das OM System 12–200mm f/3.5–6.3 für vielseitige Perspektiven von Weitwinkel bis Tele
- das OM System 100–400mm f/5.0–6.3 für weiter entfernte Motive
Zusätzlich hatte ich den MC-20 Telekonverter dabei, der mir bei Bedarf noch mehr Reichweite verschaffte. Gerade bei Landschaftsdetails oder entfernten Motiven im Nebelmeer ist zusätzliche Brennweite oft entscheidend.
Über dem Nebel – die Magie der Höhe
Wenn im Flachland dichter Nebel liegt, lohnt es sich häufig, etwas höher hinaufzugehen. Genau das war auch mein Plan an diesem Morgen. Der Raten bot die perfekte Höhe, um über dem Nebelmeer zu stehen und gleichzeitig den Sonnenaufgang zu beobachten.
Als ich ankam, lag das Tal unter einer geschlossenen Nebeldecke. Über mir spannte sich ein klarer Himmel mit Sternen – eine besondere Stimmung, die man nur selten erlebt. Bevor die Sonne aufging, nutzte ich die Gelegenheit, um die Sterne über dem Nebelmeer festzuhalten. Diese ruhigen Minuten vor der Morgendämmerung haben immer etwas Magisches.

Der Moment des Sonnenaufgangs
Langsam kündigte sich der Morgen an. Ein erster heller Streifen erschien am Horizont, und die Sterne verschwanden nach und nach im zunehmenden Licht. Genau diese Übergangsphase zwischen Nacht und Tag ist fotografisch besonders spannend.
Mit dem 12–200mm konnte ich die weiten Landschaften und das Nebelmeer im Tal einfangen. Für Details griff ich zum 100–400mm, teilweise sogar mit dem MC-20 Konverter, um näher an einzelne Strukturen heranzukommen – etwa an Nebelschwaden, die sich durch Wälder und Baumgruppen bewegten.

Nebel, Wald und Dörfer
Nachdem das erste Licht den Himmel färbte, machte ich mich zu einem Spot auf, den ich mir zuvor ausgesucht hatte. Von dort hatte ich einen schönen Blick über die Landschaft.
Der Nebel bewegte sich langsam durch die Wälder und um die Bäume herum. Immer wieder öffneten sich kleine Fenster im Nebel, durch die man einzelne Dörfer erkennen konnte. Genau solche Momente sind es, die eine Fototour besonders machen: kurze Augenblicke, in denen Licht, Nebel und Landschaft perfekt zusammenspielen.
Mit der Telebrennweite konnte ich einzelne Häuser, Baumgruppen oder Nebelfetzen isolieren und die morgendliche Stimmung gezielt einfangen.




Ein schöner Abschluss
Nach einigen Stunden Fotografieren machte ich mich langsam auf den Rückweg. Als ich den Raten verließ, begrüßte mich die Sonne noch einmal mit warmem Licht. Die Landschaft begann langsam zu erwachen, während sich der Nebel im Tal allmählich auflöste.

Solche Morgen erinnern mich immer wieder daran, warum ich so gerne früh aufstehe, um zu fotografieren. Die Ruhe, das besondere Licht und die ständig wechselnden Stimmungen machen jede Fototour zu einem einzigartigen Erlebnis.
Der Wintermorgen auf dem Raten war dafür ein perfektes Beispiel – mit Sternen über dem Nebelmeer, einer ruhigen Morgendämmerung und einem Sonnenaufgang, der den Tag auf eindrucksvolle Weise eröffnete.



